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STEUERUNG.ELF: Mensch - Maschine Interface / Steuerung

Ältere Anlagen werden oftmals mit Controllerlogiken gesteuert. Der Vorteil: einfach und billig. Der Nachteil: Eingeschränkte Leistung und geringe Erweiterungsmöglichkeiten. Zusatz- und Modernisierungwünsche der Kunden erfordern neue Hardwareinvestitionen.

Industrielle PC Technik löst diesen Nachteil. Industrielle PC Technik kombiniert das Beste aus beiden Welten: kostengünstig aufgrund grosser Stückzahlen der PC Technologie UND erweiterungsfähig mit zahlreichen moderenen Features ausgestattet. Dem steht nur ein "Nachteil" gegenüber: Es muss einmalig programmiert werden, um diesen neuesten Stand der Technik zu erreichen!

Industrielle PC Technologie bietet heute die Möglichkeiten umfangreiche Steuerungssoftware mit Tools aus der PC Welt individuell zu programmieren. Die Anwendungen lassen sich auch später noch beliebig erweitern - neue Funktionalitäten werden durch Softwareänderungen nachträglich integriert.

Mit dem Programmpaket STEUERUNG.elf haben wir ein Konzept umgesetzt, um den Programmiereinstieg in industrielle IT Technik für Steuerungs- und Bedienaufgaben zu erleichtern. Die grundlegenden Features:

  • 1) Umfangreiche Tools für die Verbindung Industrie PC / Industrieterminal mit Maschine / Anlage.
  • 2) Komfortabele Benutzerführung für Industrie PC / Industrieterminal
  • 3) Optional: Umfangreiche, grenzenlose Kommunikationsmöglichkeit durch Vernetzung (via Ethernet LAN oder Wireless WLAN).

STEUERUNG.ELF ist eine maschinenunabhängige Konzeptsoftware und wird individuell auf Ihre Anlage und Anforderung angepaßt. STEUERUNG.ELF wurde die die SSV Industrieterminals unter Linux entwickelt und steht für alle Systeme der TRM/xx Baureihe aus dem Hause SSV Embedded Systems zur Verfügung. (Die Endung .ELF verwenden wir, um ein Linuxprogramm zu kennzeichnen.)

Features

STEUERUNG.elf umfasst:

Funktion 1: Anschluß der Anlage an ein Industrieterminal

Die Verbindung zwischen Anlage und Industrieterminal wird über zahlreiche industrietypische Schnittstellen hergestellt. Hierzu zählen z.B.

  • serielle Anschlüsse,
  • digitale Ein- und Ausgänge oder der
  • CAN Feldbus. (Andere Feldbusse wie z.B. Profibus sind möglich - erfordern aber zusätzliche Softwaretreiber. Alternativ kann für den reinen Steuerungsprozess natürlich auch noch eine SPS eingesetzt werden. Entsprechenden Pakete zur Kommunikation zwischen Industrieterminal und SPS sind ebenfalls verfügbar. Siehe Hyperlinks am Ende dieser Seite.)

STEUERUNG.ELF enthält in der Grundversion die Softwaretreiber für CAN, digital und seriellen Anschluß einer Anlage. Der benötigte Softwaretreiber wird individuell und in Abhängigkeit der Erfordernisse Ihrer Anlage konfiguriert.

Funktion 2: Benutzerführung

Das Terminal bietet die Benutzerschnittstelle, das sogenannte Mensch / Maschine Interface. Die Software im Terminal bietet die Möglichkeit, bestimmte Zustände der Anlage im Display anzuzeigen / zu visualisieren. Der Benutzer erhält die Möglichkeit, Eingaben zur Steuerung oder Bedienung über Tastatur durchzuführen (alternativ: Touch Screen).

STEUERUNG.ELF enthält eine grafische Benutzerführung, die in Abhängigkeit der zu bedienenden / zu steuernden Anlage konfiguriert wird. Als Basis werden dabei diverse Linux / PC typische Grafiktoolkits eingesetzt, die umfangreiche grafische Gestaltungsmöglichkeiten zulassen. Die Grafiktoolkits werden in Abhängigkeit der darzustellenden Grafiken ausgewählt. Für die Programmierung animierter Benutzerschnittstellen verwenden wir bei STEUERUNG.ELF wahlweise den FLTK oder SDL Grafiktoolkit. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie am Ende dieser Seite.

Funktion 3: Ethernet Vernetzung - optionales Feature

Das Industrieterminal in / an der Anlage kann mit dem Ethernet Netzwerk (LAN) verbunden werden. Damit lassen sich dann z.B. Daten von einem Server abrufen oder auf einem Server speichern, z.B. aktuelle Produktionsaufträge, Logdateien o.ä. Gleichzeitig kann die Anlage via Netzwerk von einem anderen PC aus abgefragt, konfiguriert, ferngewartet oder ferngesteuert werden.

STEUERUNG.ELF beinhaltet Ethernetvernetzung mit dem TCP / IP Internetprotokoll. Damit ist eine problemlose Vernetzung in modernen TCP / IP Netzwerken möglich. Zusätzlich lässt sich im Terminal die in Linux integrierte Webserversoftware aktivieren. Damit können die oben erwähnten Konfigurations-, Fernsteurerungs- und Fernabfragemöglichkeiten von einem Standard PC mittels Internetbrowser durchgeführt werden. (Informationen zum Thema Webserver finden Sie am Ende dieser Seite.)

STEUERUNG.ELF - ein Beispiel

Dieses Programmpaket bietet 1) umfassende Softwaretreiber zum Anschluß einer Maschine / eines Automaten oder ein Anlage für das SSV Linuxterminal, 2) eine grafische Benutzerführung für das Mensch / Maschine Interface sowie 3) eine Ethernet Netzwerkintegration. Um vollständige Funktionalität zu erlangen, werden diese Programmteile individuell an die jeweilige Steuerungs- bzw. Bedienungsaufgabestellung angepasst.

Nebenstehendes Bild zeigt die Möglichkeiten von STEUERUNG.ELF beim Einsatz als Rücknahmesystem für einen Bücherverleih oder für einen Leergutautomaten. Das Terminal ist im Automaten integriert. Über eine Motorsteuerung ist ein Fliessband angeschlossen. Der Motor wird wahlweise über digitale Ein- und Ausgänge vor- und rückwärts bewegt. Über weitere Schnittstellen sind zusätzliche Überprüfungsgeräte mit dem Terminal verbunden, z.B. eine Camera (industrielle Bildverarbeitung), Barcodeleser oder RFID Decodereinheiten für Transponder (MIFARE u.a.).
Die Informationen dieser Einheiten werden im Terminal ausgewertet. Bei Bedarf wird über einen angeschlossenen Drucker ein Rücknahmebeleg ausgedruckt, der vom Benutzer verwendet werden kann. Über eine (im Bild nicht dargestellte) Ethernet Vernetzung lassen sich die erfassten Rücknahmen gleich in ein Netzwerk kommunizieren - oder via GSM / GPRS Fernabfrage an beliebige Zielorte übermitteln.

STEUERUNG.ELF ist maschinenunabhängig, d.h. anstelle eines Rücknahmeautomaten könnte auch ein Parkscheinautomat (mit integrierter Schrankensteuerung), eine Verpackungs-, Transport- oder was auch immer-Maschine gesteuert und bedient werden. Diese universelle Nutzung wird erreicht, weil die Software auf Basis von Linux programmiert wurde: zahlreiche Funktionalitäten lassen sich schnell und einfach programmieren. Linux als Multitaskingsystem kann verschiediene Programme und Prozesse gleichzeitig ablaufen lassen (z.B. Motorsteuerung, Ausdruck und Bilderkennung - sowie Fernwartung über Ethernet / Intranet) uvam. Weitere Informationen finden Sie mit den nachstehenden Hyperlinks:

Anwendungsbeispiel für Automatensteuerung

Informationen über Linux im Embedded und Industrieeinsatz (*

Unbegrenzte Schnittstellen und IO´s über Ethernet als Feldbus (*

Networking. Netzwerk Features bei Terminals und Industriesystemen als Datei

Networking. WLAN Wireless Netzwerk als Zustatzkomponente als Datei

Networking. Integrierter Webserver in der Automatisierungstechnik (*

GSM / GPRS Fernwirken. Steuerung und Abfrage im Mobilfunknetz

S7 Embedded Package: Anschluß einer SPS an ein Linuxterminal (*

Speicherkonzepte in Industriesystemen - Flash Speicher und andere Medien (*

Linux und Grafik: Grafische Benutzerführung unter Linux (*

 (* Externe weiterführende Links


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